Grundlagenstudie zur Datenlage des Kinder- und Jugendreisens

 

 

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Im fünften Jahr seines Bestehens hat das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. eine Grundlagenstudie zu Volumen, Akteuren, Angebot und Unterkunftsbasis des betreuten Kinder- und Jugendreisens in (oder aus) Deutschland vorgelegt. Alle drei Teile der Studie können über den links stehenden Button "Downloads" jeweils getrennt herunter geladen werden.

Gestützt auf eine sehr breite, träger- wie arbeitsbereichsübergreifende Kenntnis des Geschehens wurden Informationen zusammengetragen, die sonst kaum in die gleiche „Schublade“ gelangen und dann auch nicht verbunden gesehen werden.

  • Öffentlich geförderte Maßnahmen der Jugendhilfe zu Erholung und Begegnung sind neben touristische Gruppenreisen für Kinder und Jugendliche gesetzt,
  • Anbieter von Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen bzw. Internationalen Begegnungen werden zusammen mit gewerblichen Reiseveranstaltern und Busunternehmen betrachtet,
  • Bei der Analyse der vorhandenen Reiseangebote wird auf traditionelle Unterscheidungen nach Rechtsform oder Steuerstatus des Anbieters nicht geachtet,
  • Die in Deutschland für Kinder- und Jugendreisen vorhandenen Betten in Gruppenunterkünften aller Art werden verglichen, wobei die jeweiligen Eigentümer nur beim Analysieren der verschiedenen großen Zusammenschlüsse eine Rolle spielen.

Dabei wird die gesellschaftspolitische Bedeutung unterschiedlicher Wertorientierung der Anbieter für den Lernort Reise nicht verkannt. Ihre Bedeutung wird eher zunehmen müssen, wenn die Bedeutung unterschiedlicher Lernfelder für den demokratischen Aufbau unserer Gesellschaft bedacht wird.

Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. hofft, durch die so geschaffene Transparenz die lange vernachlässigte ökonomische und arbeitsmarktpolitische Bedeutung des Kinder- und Jugendreisens klarer sichtbar zu machen und neue Akteure zur Beteiligung einzuladen. Vorhandene Defizite der Datenlage werden klar benannt, damit der im Juni 2002 im „Aktionsplan Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland“ vom Deutschen Bundestag in einer Entschließung beklagte Datenmangel ohne Ausweitung von Statistikpflichten behoben werden kann. Wie sich das bei einer solchen Grundlagenstudie anbietet, werden aus den dargestellten Grundlagen eben solche Empfehlungen für weitere Schritte abgeleitet.

Berlin, im Dezember 2003

Hans-Gerd Marian, Vorsitzender
 

   

Die Grundlagenstudie wurde gefördert durch das
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit